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BIS-Zertifizierung für Kochgeschirr, Utensilien sowie Dosen für Lebensmittel und Getränke

27. Juli 2026

Kochgeschirr, Utensilien sowie Dosen für Lebensmittel und Getränke (engl. Cookware, Utensils and Cans for Food and Beverages), wie Edelstahl-Kochgeschirr, Aluminiumutensilien, Spülbecken und Konservendosen, unterliegen in Indien strengen Qualitäts- und Hygienevorschriften. Die Konformität mit den relevanten Indian Standards (IS) stellt sicher, dass nationale technische Parameter hinsichtlich Materialreinheit, Lebensmittelechtheit, Konstruktionsstabilität und kontrollierter Fertigung im Rahmen des BIS ISI Scheme eingehalten werden.

Übersichtstabelle

Indian Standard (IS)Produktkategorie / AnwendungZertifizierungstypWerksaudit erforderlich?
IS 14756:2022Edelstahl-Kochgeschirr (Stainless Steel Cookware)BIS ISI Scheme IJa
IS 1660:2009Knetlegierte Aluminiumutensilien (Wrought Aluminium Utensils)BIS ISI Scheme IJa
IS 13983:1994Spülbecken aus Edelstahl für den Hausgebrauch (Stainless Steel Sinks for Domestic Purposes)BIS ISI Scheme IJa
IS 9396 (Part 1):1987Runde, oben offene Sanitätsdosen für Lebensmittel und Getränke aus Weißblech (Tinplate Sanitary Cans)BIS ISI Scheme IJa
IS 14407:1996Aluminiumdosen für Getränke (Aluminium Cans for Beverages)BIS ISI Scheme IJa

Technische Deep Dives (IS-by-IS)

BIS-Zertifizierung für Edelstahl-Kochgeschirr nach IS 14756:2022 (Lebensmittelkontakt und Haushaltswaren)

IS 14756:2022 regelt Kochgeschirr aus Edelstahl für die heimische und gewerbliche Speisezubereitung. Zu den wesentlichen Prüfparametern zählen die Korrosionsbeständigkeit des Edelstahls, die Wärmeverteilungseffizienz des Bodens, die Beständigkeit gegen thermische Schocks sowie die Migrationsfreiheit von Schwermetallen.

Erfasste Produkte:

  • Edelstahl-Kochtöpfe und -Pfannen
  • Kochgeschirr für Lebensmittelkontakt

BIS-Zertifizierung für knetlegierte Aluminiumutensilien nach IS 1660:2009 (Küchen- und Haushaltsgeräte)

IS 1660:2009 definiert die Anforderungen an Koch- und Essgeschirr aus Aluminiumknetlegierungen. Die Prüfungen konzentrieren sich auf Materialzusammensetzung, Wanddickenkonsistenz, Oberflächengüte und die Vermeidung schädlicher Verunreinigungen.

Erfasste Produkte:

  • Kochutensilien aus Aluminium
  • Küchen- und Haushaltsgeschirr aus Knetlegierungen

BIS-Zertifizierung für Edelstahl-Spülbecken nach IS 13983:1994 (Sanitär- und Küchenausstattung)

IS 13983:1994 gilt für Spülbecken aus Edelstahl für den häuslichen Gebrauch. Im Fokus stehen die Becken- und Materialstärke, die Beständigkeit gegen Haushaltschemikalien, die Schalldämmung und die Maßgenauigkeit der Abtropfflächen.

Erfasste Produkte:

  • Edelstahl-Spülbecken für den Hausgebrauch
  • Küchenspülen mit und ohne Abtropffläche

BIS-Zertifizierung für runderste Weißblechdosen für Lebensmittel nach IS 9396 (Part 1):1987 (Lebensmittelverpackung)

IS 9396 (Part 1):1987 erfasst runde, oben offene Weißblechdosen für die Verpackung von Lebensmitteln und Getränken. Bewertet werden die Innenschutzlackierung, die Dichtigkeit der Falznaht sowie die Druck- und Korrosionsbeständigkeit.

Erfasste Produkte:

  • Runde, oben offene Weißblechdosen für Lebensmittel
  • Konservendosen für Getränke

BIS-Zertifizierung für Aluminiumdosen für Getränke nach IS 14407:1996 (Getränkeverpackungen)

IS 14407:1996 regelt Aluminiumdosen für die Getränkeindustrie. Wesentliche Prüfkriterien sind die Wandstärke des Dosenkörpers, die Innendruckfestigkeit (Kohlensäurebeständigkeit), die Falltest-Stabilität und die Integrität der Öffnungsmechanismen.

Erfasste Produkte:

  • Aluminium-Getränkedosen
  • Dosenkörper und -deckel aus Aluminium

Wie läuft das BIS-Zertifizierungsverfahren ab?

Das BIS-Zertifizierungsverfahren im Rahmen des BIS ISI Scheme I folgt einem strukturierten, mehrstufigen Ablauf:

  1. Vorbereitung: Analyse der Produktspezifikationen, Werkstoffzusammensetzungen (z. B. Edelstahl- oder Aluminiumgüten) und Fertigungsverfahren gemäß dem zutreffenden indischen Standard.
  2. AIR-Benennung: Offizielle Bestellung eines Authorized Indian Representative (AIR) für die Kommunikation mit dem Bureau of Indian Standards (BIS).
  3. Antragstellung: Einreichung der Antragsunterlagen und technischen Dokumentationen über das Online-Portal des BIS.
  4. Produkttest: Durchführung von Baumustertests (inklusive Lebensmittelechtheits- und Druckprüfungen) in einem von der BIS akkreditierten Prüflabor in Indien.
  5. Werksaudit: Inspektion der Fertigungsstätte vor Ort durch einen offiziellen BIS-Prüfer zur Überprüfung der internen Qualitätskontrolle.
  6. Lizenzvergabe: Erteilung der BIS-Lizenz nach erfolgreichem Audit und positiven Prüfberichten.
  7. Kennzeichnung: Anbringung des obligatorischen ISI-Mark auf den zertifizierten Produkten vor dem Export nach Indien.

FAQ zur BIS-Zertifizierung für Kochgeschirr, Utensilien und Dosen in Indien

Ist die BIS-Zertifizierung für Kochgeschirr und Getränkedosen beim Export nach Indien obligatorisch?

Ja, die BIS-Zertifizierung ist für zahlreiche Kochgeschirrprodukte, Spülbecken und Verpackungsdosen verbindlich, sofern diese unter offizielle Quality Control Orders (QCOs) der indischen Regierung fallen. Hersteller müssen vor dem Marktzugang eine gültige BIS-Lizenz nachweisen.

Welche indischen Standards regeln Edelstahl-Kochgeschirr und Aluminiumdosen?

Edelstahl-Kochgeschirr unterliegt der Norm IS 14756:2022, während Aluminiumdosen für Getränke nach IS 14407:1996 geprüft werden. Die genaue Norm richtet sich stets nach dem spezifischen Material und der Produktkategorie.

Welche zentralen Prüfparameter stehen bei der Zertifizierung von Lebensmittelkontakt-Produkten im Fokus?

Zu den wichtigsten Prüfparametern gehören die chemische Materialanalyse, die Migrationsbeständigkeit (Lebensmittelechtheit), die Druck- und Dichtigkeitsprüfung bei Dosen sowie die Korrosions- und Hitzebeständigkeit. Diese Kriterien garantieren Verbrauchersicherheit und Produktintegrität.

Wie viel Zeit nimmt der BIS-Zertifizierungsprozess für Küchen- und Verpackungsprodukte in Anspruch?

Die Zertifizierungsdauer beläuft sich in der Regel auf 4 bis 6 Monate, abhängig von der Produktvielfalt, den Laborprüfzeiten und der Terminierung des Werksaudits. Eine frühzeitige Dokumentenvorbereitung verkürzt die Timeline spürbar.

Ist ein Vor-Ort-Werksaudit durch einen indischen Prüfer zwingend erforderlich?

Ja, das BIS ISI Scheme verlangt für ausländische Produktionsstätten ein verbindliches Vor-Ort-Audit durch einen offiziellen BIS-Inspektor. Dabei werden die Fertigungs- und Qualitätssicherungsprozesse direkt im Werk überprüft.

MPR International GmbH – BIS-Zertifizierungsservice für Kochgeschirr, Utensilien und Dosen

MPR International GmbH unterstützt Hersteller und Exporteure umfassend bei der BIS-Zertifizierung für Kochgeschirr, Utensilien und Dosen für Lebensmittel und Getränke in Indien. Der Leistungsumfang umfasst die regulatorische Einordnung, die Prüfung des Anwendungsbereichs der relevanten Indian Standards (wie IS 14756, IS 1660, IS 13983, IS 9396 oder IS 14407), die Koordination der Produktprüfung, die Bewertung technischer Dokumentationen, die Vorbereitung auf das Werksaudit sowie die vollständige Begleitung des ISI-Zertifizierungsprozesses.

Für Unternehmen, die Edelstahl-Kochgeschirr, Aluminiumutensilien, Spülbecken, Weißblechdosen oder Aluminium-Getränkedosen auf dem indischen Markt bereitstellen möchten, bietet MPR eine strukturierte Betreuung von der Scope-Klärung bis zum erfolgreichen Marktzugang.

Robert Goral

MPR Author

Robert Goral

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