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BIS-ISI-Zertifizierung für Persönliche Schutzausrüstung (PSA), Schutzkleidung, Helme und Sicherheitsschuhe

24. Februar 2026

Die nachfolgend aufgeführten Produktkategorien unterliegen in Indien – sofern durch entsprechende Quality Control Orders (QCO) vorgeschrieben – der verpflichtenden BIS-ISI-Zertifizierung.

Im Rahmen des Konformitätsbewertungssystems des Bureau of Indian Standards (BIS) müssen Hersteller die jeweils anwendbaren Indian Standards (IS) erfüllen. Ziel ist die Sicherstellung von Produktsicherheit, mechanischer Belastbarkeit, Flammen- und Hitzebeständigkeit, ballistischer Schutzwirkung sowie allgemeiner Qualitätsanforderungen.

Für die genannten Produkte gilt in der Regel das ISI-Mark Scheme (Scheme I). Die Zertifizierung ist Voraussetzung für Herstellung, Import und Inverkehrbringen auf dem indischen Markt.

Die Anforderungen umfassen:

  • Prüfung in BIS-anerkannten Laboren
  • Werksinspektion und Bewertung der Produktionskontrolle
  • Laufende Überwachung nach Zertifikatserteilung

Ohne gültige BIS-Lizenz darf das Produkt nicht mit dem ISI-Zeichen gekennzeichnet und nicht in Indien vertrieben werden.


BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 5557: 2004

Industrie- und Schutz-Gummistiefel (knie- und knöchelhoch)

Diese Norm legt Anforderungen an Gummischutzstiefel für industrielle Anwendungen fest. Geprüft werden unter anderem:

  • Materialeigenschaften
  • Wasserdichtigkeit
  • Abriebfestigkeit
  • Chemikalienbeständigkeit

Die Zertifizierung erfolgt im Rahmen des ISI-Schemes mit Produktprüfung und Werksaudit.


BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 15298 (Part 2): 2016

Persönliche Schutzausrüstung – Sicherheitsschuhe

Diese Norm betrifft Sicherheitsschuhe mit Zehenschutzkappe gegen Stoß- und Druckbelastungen. Anforderungen umfassen:

  • Stoß- und Druckfestigkeit der Zehenschutzkappe
  • Rutschhemmung
  • Ergonomische Eigenschaften
  • Zusatzanforderungen je nach Schutzklasse

Die Einhaltung wird durch Laborprüfungen und Werkinspektionen verifiziert.


BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 15298 (Part 3): 2019

Persönliche Schutzausrüstung – Schutzschuhe

Diese Norm regelt Schutzschuhe mit erweiterten Schutzfunktionen, beispielsweise:

  • Durchtritthemmung
  • Mechanische Widerstandsfähigkeit
  • Elektrische Eigenschaften (falls zutreffend)

Die Zertifizierung erfolgt gemäß ISI-Mark Scheme.


BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 15298 (Part 4): 2017

Persönliche Schutzausrüstung – Berufsschuhe

Diese Norm betrifft Berufsschuhe ohne Zehenschutzkappe, die für berufliche Einsatzbereiche bestimmt sind. Geprüft werden:

  • Sohlenperformance
  • Rutschhemmung
  • Materialbeständigkeit

Auch hier sind Produktprüfung und Werksbewertung verpflichtend.


BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 16890: 2018

Schutzkleidung für Feuerwehrleute

Diese Norm definiert Anforderungen an Feuerwehrschutzbekleidung, insbesondere:

  • Flammen- und Hitzebeständigkeit
  • Wärmeisolierung
  • Mechanische Belastbarkeit

Die Zertifizierung umfasst umfangreiche thermische Prüfungen in anerkannten Laboren.


BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 16874: 2018

Schutzhandschuhe für Feuerwehrleute

Diese Norm legt Anforderungen an Feuerwehrhandschuhe fest, darunter:

  • Hitze- und Flammenresistenz
  • Mechanische Festigkeit
  • Wasserbeständigkeit
  • Fingerfertigkeit

Die Konformität wird durch Prüfungen und Auditierung der Fertigungsstätte sichergestellt.


BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 15748: 2022

Schutzkleidung für Industriearbeiter mit Hitzeexposition

Diese Norm gilt für Schutzbekleidung gegen thermische Risiken in Industrieumgebungen. Bewertet werden:

  • Schutz gegen Strahlungshitze
  • Beständigkeit gegen Metallspritzer
  • Thermische Leistungsfähigkeit

BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 15742: 2007

Kleidung aus begrenzt flammenausbreitenden Materialien

Diese Norm regelt flammhemmende Materialien und Bekleidung zum Schutz vor Hitze und Flammen. Geprüft werden:

  • Flammenausbreitung
  • Nachbrennzeit
  • Materialintegrität

BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 15809: 2017

Warnschutzkleidung mit hoher Sichtbarkeit

Diese Norm definiert Anforderungen an Warnschutzkleidung, insbesondere:

  • Retroreflexion
  • Fluoreszierende Eigenschaften
  • Waschbeständigkeit

Die Zertifizierung bestätigt die dauerhafte Sichtbarkeit im Arbeitseinsatz.


BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 16655: 2017

Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren

Diese Norm legt Anforderungen an Schutzkleidung für Schweißarbeiten fest. Bewertet werden:

  • Schutz gegen Metallspritzer
  • Begrenzte Flammenausbreitung
  • Mechanische Festigkeit

BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 16725: 2018

Taktischer 3-Punkt-Trageriemen

Diese Norm betrifft taktische Tragesysteme. Anforderungen umfassen:

  • Tragfähigkeit
  • Reißfestigkeit
  • Materialbeständigkeit

BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 16726: 2018

Magazintasche und Granatentasche aus Nylon-66 im Tarnmuster

Diese Norm legt technische Anforderungen an militärische Aufbewahrungssysteme fest, darunter:

  • Materialqualität
  • Nahtfestigkeit
  • Umweltbeständigkeit

BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 17051: 2018

Kugelsichere Westen

Diese Norm definiert Anforderungen an ballistische Schutzwesten, einschließlich:

  • Ballistische Durchschussprüfung
  • Trauma-Werte
  • Haltbarkeit und Alterungsbeständigkeit

Die Zertifizierung erfordert spezialisierte Prüfverfahren und strenge Produktionskontrollen.


BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 17286: 2019

Wasserdichter Mehrzweck-Regenponcho

Diese Norm regelt wasserdichte Schutzbekleidung mit Anforderungen an:

  • Wasserdichtigkeit
  • Reißfestigkeit
  • Formstabilität

BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 2745: 1983

Nichtmetallischer Helm für Feuerwehr und Zivilschutz

Geprüft werden unter anderem:

  • Stoßdämpfung
  • Durchdringungsfestigkeit
  • Flammenbeständigkeit

BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 2925: 1984

Industrieschutzhelme

Diese Norm legt Anforderungen an Industrieschutzhelme fest, darunter:

  • Stoßabsorption
  • Durchdringungswiderstand
  • Kinnriemenfestigkeit
  • Elektrische Isolation (falls zutreffend)

BIS-ISI-Zertifizierung nach IS 9562: 1980

Nichtmetallischer Helm für Polizeikräfte

Diese Norm definiert mechanische und sicherheitstechnische Anforderungen an Helme für Polizeieinsätze.


Ist die BIS-ISI-Zertifizierung für PSA und Schutzprodukte in Indien verpflichtend?

Ja. Sofern die Produkte durch eine indische Quality Control Order (QCO) erfasst sind, ist die BIS-Zertifizierung nach dem ISI-Scheme gesetzlich vorgeschrieben.

Nur mit gültiger BIS-Lizenz darf das ISI-Zeichen verwendet werden. Ohne Zertifizierung ist kein rechtskonformer Marktzugang in Indien möglich.


Wie läuft das BIS-ISI-Zertifizierungsverfahren ab?

Das Verfahren umfasst in der Regel:

  1. Antragstellung bei BIS
  2. Identifizierung der anwendbaren Indian Standards
  3. Produktprüfung in anerkannten Laboren
  4. Werksinspektion und Bewertung des Qualitätsmanagements
  5. Erteilung der BIS-Lizenz
  6. Laufende Überwachung und regelmäßige Prüfungen

Ausländische Hersteller müssen zusätzlich einen Authorized Indian Representative (AIR) benennen.


Wie lange dauert die BIS-ISI-Zertifizierung?

Die Dauer hängt ab von:

  • Produktkomplexität
  • Prüfumfang
  • Vorbereitung der Produktionsstätte
  • Vollständigkeit der technischen Unterlagen

In der Praxis ist mit mehreren Monaten bis zur Lizenzerteilung zu rechnen.


MPR International GmbH – BIS-ISI-Zertifizierung für PSA, Schutzkleidung und Sicherheitsausrüstung

Die MPR International GmbH unterstützt Hersteller bei der rechtskonformen Umsetzung der BIS-Zertifizierung in Indien für:

  • Sicherheits- und Berufsschuhe
  • Feuerwehrschutzkleidung und -handschuhe
  • Hitzeschutzkleidung für Industrie
  • Warnschutzkleidung
  • Kugelsichere Westen
  • Taktische Ausrüstung
  • Industrie-, Feuerwehr- und Polizeischutzhelme
  • Gummischutzstiefel

Unsere Leistungen umfassen:

  • Analyse der anwendbaren Indian Standards
  • Vollständige Begleitung der BIS-Registrierung
  • Koordination von Produktprüfungen in BIS-anerkannten Laboren
  • Prüfung technischer Dokumentationen
  • Vorbereitung und Begleitung von Werksinspektionen
  • Unterstützung bei der Benennung eines Authorized Indian Representative (AIR)
  • Betreuung bei Überwachungs- und Rezertifizierungsverfahren

Mit fundierter Erfahrung im Bereich ISI-Zertifizierung, Indian Standards Compliance und regulatorischer Anforderungen für den Marktzugang Indien bietet MPR International GmbH strukturierte und rechtssichere Unterstützung im gesamten Zertifizierungsprozess.

MPR Author

About the author: Louis Gogger is Managing Director of MPR International GmbH.
Publisher: MPR International GmbH

Tel.: +49 69 271 37 69 261

E-Mail: info@certification-india.com
Web: www.certification-india.com

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