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Indien führt Qualitätskontrolle für Stahlerzeugnisse ein

10. Dezember 2020

Das indische Ministerium für Stahl hat eine technische Kommission, bestehend aus Vertretern des Bureau of Indian Standards (BIS) und Experten aus der Industrie, gegründet. Das Gremium soll untersuchen, ob Anträge für den Import von Stahlerzeugnissen den derzeitigen Qualitätskontrollen und Standards unterliegen. Nach der Untersuchung und Empfehlung des Komitees wird das Ministerium den Antragstellern entsprechende Anfragen zur Erläuterung ihrer Importgüter zukommen lassen. Seit 27. Juli 2020 sind 472 Anträge auf den Import von Stahlerzeugnissen beim Ministerium eingegangen.

 

 

Die indische Stahlindustrie ist ebenfalls von der weltweiten Wirtschaftskrise aufgrund der Covid-19-Pandemie betroffen. Im Inland fiel der Verbrauch von Stahl auf ein sechsjähriges Rekordtief von 35,86 Millionen Tonnen, Produktion von Stahlerzeugnissen verringerte sich um 25 Prozent auf 38,6 Millionen Tonnen. Daher hat die indische Regierung vor kurzem den Import von Stahlerzeugnissen eingeschränkt, insbesondere aus China, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Es wurden zudem Strafzölle eingeführt, um den Import von billigem Stahl zu verhindern. Betroffen sind Einfuhren aus den USA, China, Südkorea, der EU, Südafrika, Taiwan und Thailand.

Im Oktober verhängte die indische Regierung außerdem vorübergehend Ausgleichszölle für den Import von rostfreiem Stahl aus Indonesien. Ausgenommen sind Klingenstahl und Münzrohlinge. Die Regelung soll zunächst für vier Monate gelten. Die Entscheidung der Regierung fiel aufgrund einer Beschwerde von indischen Stahlherstellern die Indonesien bezichtigten Stahlexporte nach Indien zu subventionieren. Nach den Bedingungen der Welthandelsorganisation (WTO) dürfen Mitgliedsstaaten derartige Zölle in diesem Fall verhängen. Sowohl Indien und als auch Indonesien sind Mitglieder der WTO. Indonesien ist der zweitgrößte Handelspartner von Indien innerhalb der ASEAN-Staaten. Jedoch ist die Handelsbilanz auf Seite von Indonesien positiv. Ein Mitglied der vorab genannten technischen Kommission zur Überprüfung der Qualität von Stahlerzeugnissen ist das Bureau of Indian Standards (BIS). Das BIS ist die nationale indische Zertifizierungsstelle unter dem Dach des indischen Ministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung & öffentliche Verteilung. In Indien müssen Stahlerzeugnisse nach BIS-Richtlinien freiwillig oder verpflichtend zertifiziert werden.

Seit 2012 weitet die BIS den Zertifizierungskatalog nach und nach aus und fügt kontinuierlich weitere Güter hinzu. Damit ist BIS-Zertifizierung für viele elektronische Produkte in Industrie und Privatkonsum Pflicht. Für einige Produkte fallen auch Werksinspektionen an.

Wenn Sie wissen möchten, welcher Genehmigungspflicht in Indien Ihre Produkte unterliegen, zögern Sie nicht, uns per Email oder Telefon unter +49-69-271 37 69 261 zu kontaktieren. Wir stellen sicher, dass all Ihre Zertifizierungsbedürfnisse gedeckt werden.

Für direkte Fragen können Sie auch gerne unser Chat-Fenster in der unteren rechten Ecke benutzen. (Prüfen Sie Ihre Browser-Einstellungen, falls Sie das Chat-Fenster nicht sehen können).

Weitere Informationen über die BIS-Zertifizierung können Sie zudem in unserer kostenlosen Broschüre “BIS-Zertifizierung leichtgemacht“ finden.

MPR Author

About the author: Julian Busch is founder and Managing Director of MPR International GmbH
Publisher: MPR International GmbH

Tel.: +49 69 271 37 69 261

E-Mail: info@certification-india.com
Web: www.certification-india.com