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Indien braucht mehr Produktstandards um globaler Technologiestandort zu werden

Während den vergangenen zwei Jahren machte die Pandemie deutlich, dass sich die produzierende Industrie zunehmend auf eigene und lokale Zulieferer konzentrieren muss, um in Zukunft Ausfälle zu vermeiden. Im gleichen Zuge wurde die indische Stückwerk-Politik bezüglich einer nur geringen Beteiligung an der globalen Wertschöpfungskette (Global Value Chain, GVC) aufgedeckt. Als Ursache für die fast nicht vorhandene Beteiligung indischer Unternehmen an der GVC nannte Mithileshwar Thakur vom Ministerium für Handel und Industrie die Hürden für eine schnelle Zollabfertigung von Import- und Exportwaren. Erzeugnisse aus der globalen Wertschöpfungskette machen laut Thakur zwischen 60 und 70 Prozent des weltweiten Handels aus. Er ergänzte, dass viele Unternehmen die Komponenten von unterschiedlichen Herstellern auf mehreren Kontinenten produzieren lassen und dafür einfache Handelswege bevorzugen. „Jede Verzögerung bei der Zollabfertigung ist für diese Unternehmen hinderlich. Daher sind Länder mit effizienten Vorgängen wie China, Japan, Taiwan, Südkorea, Thailand und Malaysia als Produktionsstandorte für Technologieunternehmen attraktiver als Indien“, so Thakur bei der Veranstaltung „Business Across Borders 2022“. Ein solides Normensystem, das mittels Produktzertifizierung die Qualität von Waren sicherstellen kann, ist in der Regel eine Lösung für die Optimierung von Wareneinfuhr. Ein Beispiel für in Indien für viele Güter bereits geforderte Zertifizierung ist die BIS-Zertifizierung.
 

 
Als weiteren Grund für Indiens schlechtes Abschneiden bei der GVC nennt Yaduvendra Mathur von Consulting Engineers Group Ltd. fehlende Produktstandards. Ihm zufolge produziert ein Großteil der indischen Unternehmen Produkte, die nicht internationalen Standards entsprechen. Indien habe zwar führende Exportunternehmen im Bereich Zweiräder und elektrische Fahrzeuge. Diese würden sich aber eher auf den einheimischen Markt mit niedrigen Produktstandards konzentrieren, so Mathur. Trotz der Gründung des Bureau of Indian Standards (BIS) und Einführung von entsprechenden Normen produziert die indische Industrie weiterhin einfache und günstige Massenwaren in niedriger Qualität, die nicht exportiert werden können. Nach Ansicht von Mathur sollten sich die Entscheidungsträger der Industrie daher nicht auf Zölle, Kosten und Logistik, sondern stattdessen auf Normen und Standards konzentrieren. Daher plant die indische Regierung mithilfe des BIS und anderer Organisationen, die Einführung weiterer Normen sowie die Einhaltung bestehender Normen zu verstärken. Mathur pflichtet dem bei: „Nur so kann der indische Mittelstand von der zunehmenden Globalisierung profitieren.“
Seit 2012 weitet die BIS den Zertifizierungskatalog nach und nach aus und fügt kontinuierlich weitere Güter hinzu. Damit ist BIS-Zertifizierung für viele elektronische Produkte in Industrie und Privatkonsum Pflicht. Für einige Produkte fallen auch Werksinspektionen an.
Wenn Sie wissen möchten, welcher Genehmigungspflicht in Indien Ihre Produkte unterliegen, zögern Sie nicht, uns per  Email oder Telefon unter +49-69-271 37 69 261 zu kontaktieren. Wir stellen sicher, dass all Ihre Zertifizierungsbedürfnisse gedeckt werden.
Für direkte Fragen können Sie auch gerne unser Chat-Fenster in der unteren rechten Ecke benutzen. (Prüfen Sie Ihre Browser-Einstellungen, falls Sie das Chat-Fenster nicht sehen können).
Weitere Informationen über die BIS-Zertifizierung können Sie zudem in unserer kostenlosen Broschüre “BIS-Zertifizierung leichtgemacht“ finden.

Auslieferungen von Smartphones werden im zweiten Quartal 2022 zunehmen

Die Verfügbarkeit von Smartphones und Autos wird sich laut Einschätzung von Chipherstellern verbessern, da die Knappheit der Halbleiter im zweiten Quartal 2022 zurückgehen wird. Während bei Halbleitern für Smartphones bereits in den kommenden Monaten eine Entspannung erwartet wird, wird es in der Automobilbranche noch bis zum Ende des Jahres dauern, bis genügend Komponenten vorhanden sind. „Die Pandemie zeigte uns eindrucksvoll, wie wichtig die Vernetzung von Arbeitsplätzen ist“, so Rajen Vagadia, Präsident von Qualcomm India gegenüber der Economic Times of India. Er bezieht seine Aussage auf die hohe Nachfrage von Kameras, Audiogeräten, Smartphones und Laptops, die der Industrie zu schaffen machten. Smartphones und -Komponenten benötigen in den meisten Fällen eine BIS-Zertifizierung sowie eine TEC-Zulassung, um für den indischen Markt zugelassen zu sein.
 

 
Da Chiphersteller derzeit ihre Produktionspläne überarbeiten, Kapazitäten optimieren und in neue Anlagen investieren, wird sich die Verfügbarkeit von Halbleitern im laufenden Jahr verbessern. Das gilt für Elektronikgeräte und Automobilhersteller. Dennoch geht die Ratingagentur ICRA im Finanzjahr 2022 bei indischen Autoherstellern von einem Verlust in Höhe von 500.000 Fahrzeugen aufgrund fehlender Computerchips aus. Die verbesserte Liefersituation wird es den Autoherstellern ermöglichen, Fahrzeuge mit neuen Funktionen des 5G-Netzwerks auszustatten, das in Indien im Finanzjahr 2023 eingeführt wird. „Mit der Inbetriebnahme von 4G in der Vergangenheit wurde Audio-Streaming möglich und Fahrzeuge hatten identische Funktionen wie Smartphones“, so Vagadia von Qualcomm. „Mit der Einführung von 5G wird sich die Vernetzung von Fahrzeugen weiter erhöhen und der Bedarf von Computerchips steigen“.
Die indische Halbleiterindustrie erwartet mit dem Aufkommen von IoT-Technologie und dem 5G-Netzwerk eine Vervierfachung der Chipnachfrage auf 100 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Vagadia sprach positiv über das PLI-Förderprogramm der Regierung für Hersteller von Halbleitern und Bildschirmen. Qualcomm Technologies sei extrem optimistisch hinsichtlich der Wachstumschancen in Indien, sagte Vagadia. Neben Kunden aus der TK-Industrie verzeichnete auch das Geschäftsfeld Automotive einen Zuwachs im vergangenen Jahr. Qualcomm beschäftigt in Indien rund 12.000 Mitarbeiter und ist damit der größte Standort neben der Firmenzentrale in San Diego, Kalifornien. Das Unternehmen entwickelt momentan intelligente Cockpit-Lösungen für Fahrzeuge, von denen Autohersteller aufgrund der individuellen Kundenanpassung profitieren können. In Indien liefert Qualcomm elektronische Bauteile an Mahindra für deren XUV700 und den Zweiradhersteller Ola Electric.
Wenn Sie wissen möchten, welcher Genehmigungspflicht in Indien Ihre Produkte unterliegen, zögern Sie nicht, uns per  Email oder Telefon unter +49-69-271 37 69 261 zu kontaktieren. Wir stellen sicher, dass all Ihre Zertifizierungsbedürfnisse gedeckt werden und beraten Sie gerne zur BIS-Zertifizierung, TEC-Zertifizierung, u.a.
Weitere Informationen über die TEC-Zertifizierung können Sie zudem in unserer kostenlosen Broschüre “TEC-Zertifizierung leichtgemacht“ finden.
Informationen zur BIS-Zertifizierung finden Sie in der kostenlosen Broschüre „BIS-Zertifizierung leichtgemacht„.

BIS-Zertifizierungspflicht für Felgen erneut verschoben

Wie das indische Ministerium für Schwerindustrie mit der Automobile Wheel Rim Component (Quality Control) Amendment Order, 2022 bekannt machte, wird die BIS-Zertifizierungspflicht für Felgen auf den 22. Juni 2023 verschoben.
Die Automobile Wheel Rim Component (Quality Control) Order von 2020 wird damit zum wiederholten Mal geändert.
 

 
Ursprünglich sollte die Zertifizierungsplicht für die BIS-ISI-Zertifizierung im September 2021 in Kraft treten. Allerdings verlängerten das BIS und das Ministerium für Schwerindustrie die Einführung der Zertifizierungspflicht seitdem mehrmals. Fahrzeughersteller hatten die Einführung der Zertifizierungspflicht anfangs wiederholt kritisiert. Mittlerweile haben sich die Hersteller zwar mit der Zertifizierungspflicht arrangiert, gleichzeitig hat aber nun die Behörde mit pandemiebedingten Verzögerungen in den Zertifizierungsabläufen zu kämpfen. Auch deshalb haben die indischen Behörden eine weitere Verlängerung veranlasst.
Gemäß den neuen Bestimmungen müssen ab dem 22. Juni 2023 alle Felgen vor Import in Indien BIS zertifiziert sein und mit dem BIS ISI Logo markiert werden.
Dabei müssen Felgen je nach Verwendungszweck unter verschiedenen Standards zertifiziert werden. Für PKW-Felgen greift beispielsweise der Standard IS 9436.
Vor kurzem wurden außerdem die Verfahrensanweisungen und Testbestimmungen für die Zertifizierung angepasst. So hat die Behörde die Gruppierungsregelungen geändert, sodass nun mehr Produkttests für die Zertifizierung nötig sind.
Wenn Sie wissen möchten, welcher Genehmigungspflicht in Indien Ihre Produkte unterliegen, zögern Sie nicht, uns per  Email oder Telefon unter +49-69-271 37 69 261 zu kontaktieren. Wir stellen sicher, dass all Ihre Zertifizierungsbedürfnisse gedeckt werden.
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Indien verzeichnet rund 75 Prozent Wachstum im Marktsegment TWS-Kopfhörer

Der Markt für TWS-Kopf- und Ohrhörer verzeichnete in Indien in den vergangenen Jahren ein überdurchschnittliches Wachstum. So stiegen die Verkäufe 2021 gegenüber dem Vorjahr um 74,7 Prozent auf insgesamt über 20 Millionen Einheiten an. Gründe für den Anstieg waren stärkere Nachfrage aufgrund der Pandemie sowie Neuvorstellungen und Rabatte der Hersteller. Erschwingliche Preise, Verfügbarkeit und ansprechendes Design sind die Hauptkriterien der Verbraucher für den Kauf von TWS-Kopfhörern, so Ekta Mittal, Marktanalystin bei IDC India. Sie fügte hinzu, dass Verbraucher zunehmend von kabelgebundenen auf schnurlose Kopfhörer umsteigen, da diese mittlerweile einen besseren Klang, längere Akkulaufzeit und höheren Komfort bieten. Die WPC-Zertifizierung ist für drahtlose Produkte erforderlich, damit sie in Indien verwendet und verkauft werden können.
 

 
Nach Angaben der Marktforscher von IDC besitzen indische Unternehmen einen Marktanteil von über 65 Prozent bei TWS-Kopfhörern. Die Marke „Boat“ ist hierbei mit 40 Prozent Marktanteil führend. Der durchschnittliche Preis von TWS-Kopfhörern fiel auf 33 US-Dollar, während etwa 90 Prozent der angebotenen Modelle für unter 47 US-Dollar zu haben sind. Neben dem Marktführer Boat sind Kunden auch an neuen Marken wie „Nothing“ und den Geräten von Google interessiert.
Die nationale Rundfunkbehörde WPC (Wireless Planning & Coordination) ist für diese Zertifizierung zuständig, um die Erteilung von Amateurfunklizenzen sowie die Zuweisung und Überwachung des Frequenzspektrums zu regeln.
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Indiens Bedarf an Öl wird in diesem Jahr um 8 Prozent steigen

Indiens Bedarf an Rohöl wird 2022 voraussichtlich um 8,2 Prozent auf 5,15 Millionen Barrel pro Tag ansteigen. Zu dieser Einschätzung kam die Organisation ölexportierender Länder (OPEC) in ihrem aktuellen monatlichen Bericht. Aufgrund der Erholung der indischen Wirtschaft könnte die Ölnachfrage des weltweit drittgrößten Energieverbrauchers in diesem Jahr um 0,39 Millionen Barrel pro Tag zunehmen, so die OPEC. Indiens Ölverbrauch stieg im Zeitraum 2020 – 2021 von 4,51 Millionen Barrel pro Tag um 5,61 Prozent auf 4,76 Millionen Barrel pro Tag. Dennoch liegen diese Zahlen unter den Werten vor Ausbruch der Coronapandemie. 2018 lag der Ölbedarf noch bei 4,98 Millionen Barrel pro Tag und stieg im folgenden Jahr 2019 auf 4,99 Millionen Barrel an. Die meisten Geräte, Anlagen und Einrichtungen die in diesem Rahmen genutzt werden, müssen eine verpflichtende PESO-Zertifizierung durchlaufen.
 

 
Dem OPEC-Bericht zufolge werde sich die Ölnachfrage in Indien aufgrund eines Wirtschaftswachstums von 7,2 Prozent im Jahr 2022 stabilisieren. Der Verkehr in Indien und die durchschnittliche Verkehrsaktivität nimmt aufgrund wegfallender Corona-Einschränkungen zu. Benzin und Diesel werden vom Anstieg des Bruttoinlandsprodukts am meisten profitieren, so der Bericht. Die zunehmende Aktivität der Industrie verlange zudem nach Diesel, Flüssiggas und Rohbenzin. Die Kerosinnachfrage hingegen wird nur leicht ansteigen, da Geschäftsreisen weiterhin nur zurückhaltend unternommen werden. Dennoch geht die OPEC 2022 von einem Plus von 0,4 Millionen Barrel pro Tag gegenüber dem Vorjahr aus.
Die Einschätzung der OPEC deckt sich weitestgehend mit der Vorhersage der indischen Regierung für den diesjährigen Ölbedarf. Die Planungs- und Analyseabteilung des Ölministeriums geht von einer Steigerung von 5,5 Prozent im laufenden Finanzjahr, das am 1. April begann, aus. Rund 85 Prozent des indischen Rohöls wird importiert. Größter Handelspartner mit 27 Prozent bleibt weiterhin der Irak, gefolgt von Saudi-Arabien mit 17 Prozent und den Vereinigten Arabischen Emiraten mit 13 Prozent. Die Einfuhr von Rohöl aus den USA verzeichnete eine starke Zunahme und liegt nun mit neun Prozent auf dem vierten Rang.
Durch den voraussichtlichen Anstieg der Nachfrage an Öl auf das Niveau vor Pandemie wird auch der Bedarf an Importprodukten aus der Ölindustrie voraussichtlich zunehmen. Daher bietet die indische Öl- und Gasindustrie gute Chancen für ihr Unternehmen, dort Leistungen und Produkte anzubieten oder vor Ort zu produzieren.
Zertifizierungsrelevante Produktgruppen oder Bauteile in der Öl- und Gas-Industrie sind beispielsweise Gas- und Druckbehälter, Ventile und Armaturen oder Sicherheitsausrüstung. Eine Übersicht finden Sie auf der Seite über PESO relevante Bauteile.
Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Produkte in Indien der Pflicht für PESO-Zertifizierung oder anderen Genehmigungspflichten unterliegen, zögern Sie nicht, uns per  Email oder Telefon unter +49-69-271 37 69 261 zu kontaktieren. Wir stellen sicher, dass all Ihre Zertifizierungsbedürfnisse gedeckt werden.
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